Der Diesel hat Zukunft:
Die neue ökologische
Effizienz des Diesels

Technischer Fortschritt für mehr Luftqualität

Download Center

Ergänzendes Informationsmaterial finden Sie hier:

Wie löst man eines der drängendsten Probleme in Großstädten? Wie kommt man dem Wunsch der Bevölkerung nach saubererer Luft nach? Und wie macht man das, ohne die Mobilität von Stadtbewohnern mit Fahrverboten einzuschränken?

Die Luftqualität in Städten stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen, doch nun ist ein weiterer entscheidender Entwicklungsschritt gelungen – dank neuer Prüfverfahren und Ingenieurskunst von Bosch. Messdaten aus dem realen Straßenverkehr ermöglichten die Verfeinerung bestehender Diesel-Technik. Damit werden die Grenzen des bislang Möglichen weiter verschoben und die Stickoxid-Emission wird enorm reduziert. Der erzielte technologische Fortschritt kann damit den Diesel vergleichbar sauber wie einen Benzinmotor machen. So ist der Diesel weiterhin eine bezahlbare und in Zukunft auch eine ökologisch korrekte Alternative für den Stadtverkehr.

Fragen und Antworten

  • Wann ist die Technik verfügbar?
  • Was bedeutet die Technik für die Luftqualität in Städten?
  • Was zeichnet die neue Technik im Detail aus?

Die wichtigsten Fragen werden hier beantwortet.

Video: die neue Diesel Technologie von Bosch

Das spricht für den Diesel: Klimafreundlich

Dieselmotoren schonen das Klima. Ein Diesel der Abgasnorm Euro 6 stößt rund 15 % weniger CO₂ aus, als ein vergleichbarer Benziner.

Das spricht für den Diesel: Ressourcenschonend

Der geringe Kraftstoffverbrauch von Dieselmotoren schont Ressourcen und den Geldbeutel von Vielfahrern.

Das spricht für den Diesel: Klimaziele erreichbar

Für die Klimaziele der EU bleibt der Diesel unverzichtbar. Ohne ihn sind die vorgegebenen Verbrauchs- und Emissionsziele in der EU für 2020 und später kaum zu erreichen.

Das spricht für den Diesel: Kaum Feinstaub

Seit der Einführung des Partikelfilters sind Diesel-Abgase so gut wie keine Ursache mehr für die Feinstaubbelastung in den Städten.

Das spricht für den Diesel: Luftqualität

Zukünftig werden Fahrzeuge, die mit modernster Dieseltechnologie ausgerüstet sind, neue Schadstoffgrenzwerte jederzeit – also unabhängig von Motortemperatur und Fahrstil – einhalten können. Hochmoderne Diesel werden somit keinen wahrnehmbaren negativen Effekt mehr auf Stickoxide in der Stadtluft haben.

Viele Faktoren beeinflussen unsere Stadtluft

Die Luftqualität in Städten wird zu einem geringen Teil durch Verbrennungsmotoren beeinträchtigt. Emissionen entstehen unter anderem auch durch den Betrieb von Kraftwerken oder Industrieanlagen. Der Diesel ist sehr hoch entwickelt und zählt zu den kleineren Faktoren, die zu den CO₂- und Feinstaub-Belastungen beitragen. Bosch arbeitet daran, diesen Anteil noch weiter zu reduzieren. Künftig werden auch die Stickoxidbelastungen kaum noch auf den Diesel zurückzuführen sein.

Die folgenden Grafiken zeigen:

  • CO₂-Emittenten in Deutschland 2015
  • NOx-Emittenen in Deutschland 2015
  • PM₁₀-Emittenten in Deutschland 2015

Weg vom Prüfstand, hin zur Wirklichkeit: mit Real Driving Emissions

Bosch Engineering RDE Testfahrt

Beschleunigungen, Steigungen, Stop-and-Go oder auch höhere Geschwindigkeiten – der Alltag eines Autofahrers ist vielfältig. Das seit dem 1. September 2017 gültige Prüfverfahren Real Driving Emissions (RDE) berücksichtigt nun genau diese echten Betriebsbedingungen. Bosch unterstützte in den vergangenen Jahren die Einführung des Verfahrens aktiv. Denn unter dem Leitmotiv „Technik fürs Leben“ setzt sich Bosch für Technologien ein, die unsere natürlichen Lebensgrundlagen bestmöglich bewahren. Bei RDE werden die Emissionswerte nicht mehr auf Prüfständen, sondern unter realen Fahrbedingungen ohne vorgegebenes Fahrprofil ermittelt.

Zu den Vorgaben einer RDE-Fahrt zählen:

  • Fahrdauer: 90-120 Minuten
  • Streckenführung: 1/3 Stadtfahrt (< 60 km/h), 1/3 Landstraße mit Geschwindigkeiten von 60-90 km/h und 1/3 Autobahn mit Geschwindigkeiten von 90-145 km/h
  • Gesamtsteigung innerhalb der Teststrecke: < 1200 m/ 100 km
  • Umgebungstemperaturen: zwischen -7 °C und 35 °C

RDE beflügelt die technische Entwicklung

Mit RDE zeigte sich schnell, dass eine realistischere Betrachtung des realen Fahrens zu zielgenaueren Lösungen führt. Bei Bosch beschleunigten die vielen neuen Erkenntnisse die technologische Entwicklung erheblich. Den Ingenieuren von Bosch ist es gelungen bei RDE-konformen Fahrten mit Stadt-, Überland- und Autobahnanteil einen durchschnittlichen Wert von 13 mg/km NOx zu erzielen. Mit dem neuesten Stand der Bosch-Abgastechnik können Fahrzeuge also schon heute den ab 2020 geltenden Grenzwert der EU von 120 NOx mg/km weit unterbieten – bei Einsatz bestehender Technik unter Beibehaltung der bekannten Effizienz des Diesels. Bosch konnte Wege aufzeigen, wie das gesamte Antriebssystem optimiert und Ergebnisse erzielt werden können, die sogar die Bosch-eigenen Erwartungen übertreffen. Möglich macht Bosch das zum Beispiel mit einem reaktionsschnellen Luftsystem oder einem ausgeklügelten Thermomanagement der Abgasnachbehandlung. Für ersteres gilt: Je dynamischer die Fahrweise, desto dynamischer muss auch die Abgasrückführung sein. Turbolader, die schneller ansprechen als bisher, erfüllen diese Anforderung. Mit der Kombination aus Hoch- und Niederdruck-Abgasrückführung wird das Luftsystem nochmals flexibler. Bei zweiterem fand Bosch eine Lösung, wie die Starttemperatur nahezu keinen Einfluss mehr auf das Emissionsergebnis hat.

Bisher gab es das Problem, dass bei bestimmten Fahrzuständen die Temperaturen in der Abgasanlage teilweise zu niedrig wurden und damit die Funktion nicht mehr im vollen Umfang gewährleistet war. Die intelligente Verknüpfung von Motor und Abgasnachbehandlung macht vorausschauende Eingriffe möglich. So bleibt die Abgasanlage auch bei Stadtfahrten warm genug und kann stabil arbeiten.

Ein externes Ingenieurbüro wertete die Emissionsdaten am Stuttgarter Neckartor aus, einer der kritischsten Punkte in ganz Deutschland. Es kam mit verschiedenen Berechnungsmodellen zu dem überzeugenden Ergebnis: Wenn Dieselfahrzeuge mit dem neuesten Stand der Technik die derzeitigen ersetzen würden, wäre der Dieselanteil an den entsprechenden Immissionen vernachlässigbar. So konnten die mittleren Stickoxid-Messwerte auf den innerstädtischen RDE-Runden in Stuttgart von 90 Milligramm pro Kilometer in 2016, auf 80 Milligramm 2017 und sogar auf 40 Milligramm 2018 gesenkt werden. Somit ist Bosch dem Ziel nähergekommen: Einem Verbrennungsmotor, der die Umgebungsluft nicht mehr signifikant belastet. Eine Revolution für die mehr als 100 Jahre alte Dieseltechnologie.

bei RDE-konformen Fahrten mit Stadt-, Überland- und Autobahnteil werden

13 mg/km NOx

durchschnittlich schon heute mit neuer Bosch Technik erreicht

Den Diesel zukunftssicher machen mit Systemen und Komponenten von Bosch
Common-Rail-System mit Piezo-Injektoren

Diesel-Einspritzsystem CRS3-27 für bis zu 2 700 bar Systemdruck

Produktseite öffnen
Drehzahlsensor für Abgasturbolader

Drehzahlmessung zur Leistungssteigerung

Produktseite öffnen
Abgasnach­behandlungs­system Denoxtronic

AdBlue®-Dosiersystem zur Reduktion von Stickoxiden (NOx)

Produktseite öffnen
Den Diesel zukunftssicher machen mit Systemen und Komponenten von Bosch

Mehr Transparenz mit Real Driving Consumption

RDE ist der richtige Schritt zu mehr Transparenz bei Emissionen, doch auch bei der Verbrauchsmessung besteht Bedarf. Das heutige Messverfahren lässt eine Lücke zwischen zertifiziertem und tatsächlichem Verbrauch. Durch die von der EU geplanten On-Board-Messungen wird sich bald ein klareres Bild der tatsächlichen Verbrauchswerte und damit des CO₂-Ausstoßes ergeben. Bosch geht noch einen Schritt weiter und setzt sich für Real Driving Consumption als Maßstab ein, um noch mehr Transparenz beim CO₂-Footprint von Fahrzeugen zu erreichen. Je wirksamer die Erfassung des CO₂-Ausstoßes ist, desto klarer können notwendige Maßnahmen definiert werden. Daher plädiert Bosch für eine Kohlendioxid-Gesamtbilanz der Fahrzeuge – „well-to-wheel“ und nicht nur „tank-to-wheel“. „Well-to-wheel“ umfasst die gesamte Wirkungskette von Gewinnung, Bereitstellung und Umwandlung von Energie. In der „well-to-wheel“ Kohlendioxid-Gesamtbilanz liegen Verbrennungsmotor und Elektroantrieb nicht so weit auseinander wie allgemein vermutet wird. Ein Vorteil dieser Betrachtung wäre zudem, dass nicht-fossile Brennstoffe wie paraffinische Kraftstoffe berücksichtigt werden können.

Diese werden hergestellt aus tierischem und pflanzlichem Abfall. Sie sind schon heute bis zu 30 % beimischbar und könnten die CO₂-Belastung um 25 % senken. „Well-to-wheel“ würde sich die Kohlendioxid-Bilanz eines modernen Dieselfahrzeugs damit nahezu halbieren, von derzeit 110 auf 60 Gramm pro Kilometer. Dem CO₂-Footprint von Elektroautos wird bei „well-to-wheel“ die Stromproduktion miteinberechnet. Mit dem derzeitigen Strommix in Deutschland hat auch ein Elektrofahrzeug der Kompaktklasse eine CO₂-Bilanz von 80 Gramm pro Kilometer, europäisch immer noch 40 Gramm pro Kilometer.

Es zeigt sich, dass beide Technologien für eine umweltfreundlichere Zukunft bereitstehen . Hierfür braucht es für den Elektroantrieb aber mehr regenerativen Strom und für den Verbrenner mehr CO₂-reduzierte Kraftstoffe. Mit synthetischen Kraftstoffen (eFuels) besteht perspektivisch sogar eine Option, die den Verbrenner CO₂-neutral fahren lassen könnte. Bosch wird weiterhin die Entwicklung umweltfreundlicherer Antriebssysteme vorantreiben, um nachhaltig die Luftqualität zu verbessern.

Kontakt +49 (0)711 400 40990
Anfrage starten
Ihre Branche und Ihr Anliegen
Weiter
Ihre Nachricht
Weiter
Informationen zu Ihrer Person
Weiter
Schließen
Messen und Kongresse


Tauschen Sie sich mit unseren
Fachleuten vor Ort aus.

Zur Übersicht
Medien Center


Laden Sie weitere Informationen zum Thema.

Mehr Informationen
Anmeldung Media Service (E-Mail und RSS Feeds) Jetzt anmelden