Automatisiertes Fahren:
Wohin sich die mobile Welt bewegt

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Zusammenfassung Zukunft der mobilen Welt

Leistungsfähige Fahrerassistenzsysteme helfen dem Fahrer schon heute, sicherer und entspannter ans Ziel zu kommen. In Zukunft werden sie immer komplexere Verkehrssituationen erfassen und den Fahrer unterstützen – oder sogar selbständig agieren. Mit jeder Innovation rückt das unfallfreie und automatisierte Fahren ein kleines Stück näher.

Automatisiertes Fahren wird die Mobilität der Zukunft verändern. Es wird weniger Staus geben, weniger Emissionen und weniger Unfälle. Statt das Fahrzeug selbst zu lenken, können wir in aller Ruhe in der Zeitung blättern, uns auf Termine vorbereiten oder E-Mails lesen. Der Traum vom selbstfahrenden Auto kann schon in absehbarer Zeit Realität werden, denn die technischen Voraussetzungen dafür sind längst geschaffen.





Bessere Straßenauslastung und weniger Emissionen

Vorteile: Automatisiertes Fahren bewegt nicht nur Autos

Automatisiertes Fahren wird die Art und Weise, wie wir unsere Straßen nutzen, völlig verändern. Automatisierte Fahrzeuge können mit geringerem Abstand zum Vordermann fahren. Der Verkehr fließt deutlich besser, weil die Fahrzeuge untereinander und mit der Infrastruktur kommunizieren können und somit aufeinander abgestimmt ihre Wegstrecke zurücklegen − besser, als dies ein Mensch jemals könnte. So verbessert automatisiertes Fahren die Verkehrsleistung von Straßen. Es reduziert den Kraftstoffverbrauch und damit die Emissionen. Eine individuelle und umweltfreundliche Fortbewegung wird Wirklichkeit.

Mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer

Ein fließender Verkehr schont nicht nur die Umwelt, sondern auch die Nerven der Autofahrer. Zudem erhöht sich die Fahrsicherheit deutlich, da automatisierte Fahrzeuge potenziell kritische Situationen viel früher erkennen und vermeiden können als ein menschlicher Fahrer. Mit steigender Automatisierung reduziert sich der Spielraum für ein Fehlverhalten des Fahrers. Die Vision vom unfallfreien Fahren wird Realität.

Mehr Fahrvergnügen

Automatisiertes Fahren ermöglicht eine neue Dimension des Fahrvergnügens. Der Fahrer kann die Fahrzeit in Zukunft deutlich produktiver nutzen und erlebnisreicher gestalten – etwa beim Lesen der Zeitung oder von E-Mails, beim Surfen im Internet oder bei einer entspannten Unterhaltung mit dem Beifahrer. Durch automatisiertes Fahren wird das Fahrzeug zum Bestandteil des vernetzten Arbeitens und Lebens.

Globale Megatrends:
Noch etwas, das für automatisiertes Fahren spricht

Megatrends sind die großen Treiber einer Gesellschaft. Sie spiegeln Veränderungsprozesse wider, die sich über einen Zeitraum von Jahrzehnten erstrecken. Megatrends können nicht nur einzelne Bereiche des sozialen Lebens, der Politik oder der Wirtschaft verändern, sondern ganze Gesellschaften umformen. Hier finden Sie einige Beispiele, die insbesondere für das automatisierte Fahren von Bedeutung sind.

Urbanisierung

Immer mehr Menschen leben in Städten. Die entstehenden Megastädte sind Wachstumsmotoren für ganze Regionen und zugleich Zentren der Produktivität. Das führt dazu, dass immer mehr Menschen vom Land in die Städte ziehen, um von den Vorteilen des städtischen Lebens und Arbeitens zu profitieren.
Alle Megastädte haben deshalb auch mit Umweltverschmutzung, wachsendem Verkehrsaufkommen und überlasteten Verkehrswegen zu kämpfen. Die Urbanisierung erfordert nicht nur neue Verkehrsmanagement- und Infrastrukturlösungen, die den Verkehrsfluss optimieren. Sie verlangt nach der Entwicklung neuer Fahrzeugkonzepte sowie nachhaltiger und umweltschonender Mobilitätslösungen.

Demografischer Wandel

Die globale demografische Entwicklung gehört zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Nie zuvor wuchs die Erdbevölkerung so rasant wie im 20. Jahrhundert. Mit dieser Entwicklung nimmt auch der Anteil älterer Menschen an der Weltbevölkerung erheblich zu.
Wir alle werden älter als frühere Generationen – aber wir altern anders. Senioren von heute sind mobiler und aktiver, sie treten aus traditionellen Altersrollen heraus. Das bedeutet, wir werden die älteren Autofahrer beim Fahren unterstützen und ihr Sicherheitsbedürfnis stärker berücksichtigen müssen.

Vernetzung

In allen Lebens- und Arbeitsbereichen steigt der Grad der Vernetzung, und wir können immer und überall online sein. Über das „Internet der Dinge und Dienste“ kommunizieren nicht nur Menschen, sondern auch Gegenstände miteinander. Dadurch werden völlig neue Dienstleistungen möglich, die den Alltag der Menschen verändern.
Fahrzeuge werden mit Leitsystemen in Kontakt treten und so über ein aktuelles Bild der Verkehrssituation verfügen. Integrierte Web-Applikationen im Fahrzeug werden deutlich zunehmen. Damit der Fahrer die Informationsvielfalt bewältigen kann und die Systeme einfach bedienbar bleiben, arbeitet Bosch unter anderem an neuen Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMI).

Energie und Klima

Die Prognosen des Weltklimarats sorgten international für Aufmerksamkeit: Der unverminderte Ausstoß von Treibhausgasen führt zu einem Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur und damit zu Überschwemmungen, Hitzewellen und Trockenheit. Deshalb gilt es, den Verbrauch fossiler Brennstoffe drastisch zu reduzieren. Dies erfordert neue Energie- und Mobilitätskonzepte. Als Systemlieferant trägt Bosch dazu bei, Mobilität effizienter und wirtschaftlicher zu machen. Dabei spielen automatisierte Systeme eine wichtige Rolle.

Automatisierungsgrade: Vom Assistent bis zum Chauffeur

Moderne Fahrerassistenzsysteme sind der Wegbereiter für das automatisierte Fahren von morgen. Abhängig davon, in welchem Umfang der Fahrer das Verkehrsgeschehen überwachen muss und in welchem Rahmen er für die Fahrzeugsteuerung verantwortlich ist, werden verschiedene Automatisierungsgrade unterschieden*.

*gemäß SAE International

Mit steigendem Automatisierungsgrad wird der Fahrer mehr und mehr entlastet – es entsteht Raum für Produktivität, Kommunikation oder Unterhaltung während der Fahrt. Erste teilautomatisierte Funktionen, wie der Stauassistent, sind bereits auf dem Markt erhältlich, gefolgt von Funktionen mit höherem Automatisierungsgrad. Erste hochautomatisierte Funktionen werden bis zum Ende des Jahrzehnts realisiert sein.

Rechtliche Rahmenbedingungen: Warum die Verkehrslage oft einfacher ist als die Rechtslage

In vielen Ländern schreibt das Gesetz vor, dass

  • jedes Fahrzeug, das in Bewegung ist, einen verantwortlichen Fahrer haben muss;
  • der Fahrer dauernd in der Lage sein muss, sein Fahrzeug zu beherrschen;
  • er alle anderen Tätigkeiten als das Führen seines Fahrzeugs vermeiden muss.

Informierende Fahrerassistenzsysteme entsprechen diesen Vorschriften, da der Fahrer selbst entscheidet, ob und wie er auf eine Systeminformation reagiert. Das gilt beispielsweise für die Spurverlassenswarnung, den Parkassistenten oder den Spurwechselassistenten. Eingreifende Fahrerassistenzsysteme sind ebenfalls konform zu geltenden Verordnungen, weil sie entweder den Fahrer bei einer Aufgabe unterstützen (z.B. ABS, Notbremsassistent) oder jederzeit vom Fahrer übersteuert werden können (z.B. Spurhalteassistent).

Für die Teilautomatisierung als Weiterentwicklung der Fahrerassistenzsysteme gelten derzeit dieselben Bestimmungen wie für Fahrerassistenzsysteme. Bei teilautomatisierten Funktionen ist die Aufmerksamkeit des Fahrers ständig auf das Verkehrsgeschehen gerichtet. Er überwacht die Systeme und hat jederzeit die Möglichkeit zur Fahrzeugsteuerung.

Ein wichtiger regulatorischer Meilenstein zur Bereitstellung automatisierter Fahrzeugtechnologien wurde am 23. März 2016 mit Inkrafttreten der Änderung des Wiener Übereinkommens über den Straßenverkehr erreicht. Ab diesem Zeitpunkt sind automatisierte Fahrtechnologien, die Fahraufgaben an das Fahrzeug übertragen, explizit im Straßenverkehr zugelassen. Voraussetzung ist, dass diese Technologien mit den Fahrzeugverordnungen der Vereinten Nationen übereinstimmen oder vom Fahrer übersteuert oder ausgeschaltet werden können.